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Lachyoga ist eine einzigartige Methode, die zum Lachen ohne Grund führt. Man braucht keine Witze, keine Comedy, ja nicht einmal einen Sinn für Humor.
Dass Lachen gesund ist, weiß der Volksmund schon lange. Dass sich auch die Wissenschaft mit dem Lachen beschäftigt, ist eher neu - die ernsthafte Beschäftigung mit dem Lachen hat sogar einen wissenschaftlichen Namen und heisst Gelotologie. Die Gelotologen haben festgestellt, dass lautes herzhaftes Lachen zunächst einmal die Atmung verbessert und vertieft, so dass durch die Lungen vermehrt Sauerstoff aufgenommen werden kann und
auch mehr Sauerstoff in den einzelnen Organen ankommt. Auch die Atemmuskulatur wird trainiert und gestärkt. Viele, gerade auch ältere Menschen atmen nur noch flach, weil die Atemmuskulatur, das Zwerchfell und der gesamte Brustkorb sich schlechter bewegen können als in jungen Jahren. Lachyoga hilft, diesen Zustand zu verbessern.


Lachen macht aber auch fröhlich, man kann nicht längere Zeit lachen und dabei eine schlechte Stimmung und trübe Gedanken behalten.  Mindestens für die Zeit der Duchführung, meist aber auch noch eine Weile danach, kann eine gedrückte Stimmung verschwinden und man kann vielleicht anschließend einen neuen Blickwinkel auf manches bekommen.
 Auch sonst hat das Lachen noch viele positive Aspekte, z.B. stärkt es das Immunsystem, führt zu einer verstärkten Neurotransmitterausschüttung im Gehirn (Stichwort Glückshormon)
, stabilisiert den Blutdruck, wenn man es regelmäßig durchführt.


Das Lach-Yoga (Hasya-Yoga) ist eine Verknüpfung von Lachübungen mit Atemübungen aus dem Yoga. Entwickelt wurde es von dem indischen Arzt Dr. Madan Kataria und seiner Frau, die Yogalehrerin ist. Dr. Madan und Madhuri KatariaDr. Madan und Madhuri KatariaEs besteht aus pantomimischen Lachübungen sowie Atem- und Bewegungsübungen, die im Schwierigkeitsgrad ganz unterschiedlich sein dürfen, so dass das Lachyoga auch für ältere oder kranke Menschen gut geeignet ist. Es kann auch im Sitzen durchgeführt werden.

Man muss das Lachen ja nicht eigentlich lernen, denn es gibt wohl niemanden, der noch nie gelacht hätte. Das Lach-Yoga bietet die Möglichkeit, es wieder häufiger zu praktizieren

Man muss auch keinen Grund zum Lachen haben - Dr. Kataria hat gerade das "Lachen ohne Grund" propagiert.  "Tu einfach so, als ob..." ist seine Devise. "Die Fröhlichkeit stellt sich nachher von selbst ein und dem Körper ist es egal."
Mittlerweise gibt es das Lach-Yoga schon seit 20 Jahren und es hat sich zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Es ist einerseits eine effektive Präventionsmassnahme, andererseits lässt es sich auch gut in fast jede Therapie einbeziehen. Es gibt ja auch den Ausspruch eines weisen Arztes, der besagt
"Lass niemanden aus deiner Sprechstunde, bevor er nicht dreimal gelacht hat."
Wer darf kein Lachyoga machen?
Lachyoga ist aber keine Therapie und kann eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen. Es kann aber bei Gesunden zur Vorbeugung, bei manchen Krankheiten auch zur Linderung eingesetzt werden.
Nach Operationen, besonders im Bauch- und Brustraum sollten mindestens drei Monate vergehen, bis Sie Lachyoga machen. Auch Leistenbrüche können sich verschlimmern. Wenn der Bluthochdruck schlecht eingestellt ist, sollte man auch kein Lachyoga machen. Auch während der Schwangerschaft sollten Sie Ihren Gynäkologen fragen. Ganz allgemein: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Zweifel haben oder sich unsicher fühlen.